Pause

LI*MO macht eine Pause; das heißt, es werden vorerst keine Plena stattfinden. Wie es danach weitergeht ist noch ungeklärt.
Interesse in Rostock antifaschistisch/linkspolitisch aktiv zu werden? Schaut doch einfach mal im Café Median vorbei und fragt nach Möglichkeiten mitzumachen.

Termine, Termine, Termine (und Links dazu)

Vier Samstage, fünf Termine in den nächsten zwei Monaten:

28.8.: In einem Province-Bombing-Konzert spielen Früchte des Zorns für euch im Peter-Weiß-Haus in Rostock. Einlass ist 20:00 Uhr und gezahlt werden 4-7€.

4.9.: Zum sechsten Mal finden sich in Dortmund Nazis aus ganz Deutschland zusammen um ihren „Nationalen Antikriegstag“ zu begehen. Dagegen gibt es Aktionen von den Bündnissen ’s4′ und ‚Dortmund stellt sich quer‘.

Ebenfalls am 4.9 demonstrieren in Berlin Islamist_innen, Neonazis und andere Israelfeind_innen am internationalen Al-Quds-Tag für die „Befreiung Jerusalems“, also für die Zerschlagung des jüdischen Staates Israel. In diesem Jahr ruft ein Bündnis antifaschistischer Gruppen auf, den Antizionisten entgegenzutreten. (Wikipedia zum Al-Quds-Tag)

25.9.: Potsdam hat ein Naziproblem und dem gilt es sich zu widersetzen. Mit der Antifa-Demo „wake up!“ soll der antifaschistische Widerstand belebt und kraftvoll und entschlossen fortgesetzt werden.

2.10.: Am dritten Oktober diesen Jahres ist es mal wieder soweit: Die BRD zelebriert die Tatsache, dass es sie gibt. Dem will sich das ‚Bündnis gegen den 3. Oktober in Bremen‘ mit einer bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten entgegenstellen.

Antifa-Demo in Anklam

Rock für Deutschland: STOPPEN BLOCKIEREN VERHINDERN

Inzwischen ist bundesweit das „Rock für Deutschland“, die BesucherInnenzahlen betreffend, durchaus mit Dresden vergleichbar.
Neben einschlägigen RechtsRockBands, die auftreten, benutzt vor allem die NPD das Fest, um politisch zu agitieren.
Im letzten Jahr wurde mit ca. 4.000 TeilnehmerInnen ein trauriger Rekord verzeichnet.
Dazu hat auch die mangelnde Gegenwehr in den letzten Jahren beigetragen. In Städten wie Erfurt oder Jena sehen sich die Nazis durchaus erfolgreichen Gegenkonzepten – ,Maßnahmen ausgesetzt, das ihnen nur noch Gera als „Erfolgserlebnis“ in Thüringer (Gross-)Städten bleibt.
Gerade nach dem diesjährigen Verlauf des Gedenkmarsches in Dresden kann erwartet werden, das die Nazis zu anderen Grossveranstaltungen Stärke und Präsenz beweisen wollen.
Allerdings hat sich durch den Erfolg in Dresden auch in Gera diesjährig versucht ein grösseres Bündnis zu formieren, wenn es auch nur schleppend vorangeht.

    Infos zu der Veranstaltung in Gera:

Montag; 05.07. VoküZeit; Cafè Median

Gay Pride in Budapest

Vom 4. bis zum 11. Juli findet in Budapest das Gay Pride Festival statt. Der Höhepunkt dieses Festivals ist der Gay Pride March am 10.7. (leider gleichzeitig mit Gera). Immer wieder ist es in den letzten Jahren zu massiven homophoben Übergriffen gekommen, so dass eine tatkräftige internationale Unterstützung der Demo notwendig ist.

gaypride march budapest

Party, People, Politics

Das Alternative JUgendCAmp geht im Jahr 2010 in die glückbringende siebte Runde. Vom 17. bis 22. August wird es wieder ein riesiges Programm auf dem alten Flughafengelände des Kulturkosmos in Lärz geben. Bei bestem Sommerwetter könnt Ihr an Workshops und Seminaren teilnehmen, Vorträge und Filme erleben, Leute aus dem Dorf nebenan oder von weiter weg kennenlernen, tanzen, singen, feiern, oder einfach in der Sonne chillen.
Dieses Camp wird die Welt bunter machen. Es tut gut, ein paar Tage andere Vorstellungen von Gesellschaft und Selbstorganisation zu erleben, sich einzubringen und ein funktionierendes Zusammensein durch freiwilligen Einsatz (Do It Yourself) zu erfahren.
Zudem werden wir auch unsere regionalen “Grenzen” erweitern und das Camp ebenfalls für Berlin/Brandenburg öffnen.
(www.ajuca.de)

ajuca

Europas größtes Nazifest stoppen, blockieren, verhindern!

Seit nunmehr acht Jahren ereignet sich im braunen Dreiländereck von Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt, inmitten der vermeintlich bunten und weltoffenen Otto-Dix Stadt Gera, Europas größtes Nazifestival „Rock für Deutschland“, zeitweilig auch unter dem Label „Rock gegen Krieg“ firmierend. Zog dieses faschistische Spektakel 2003 noch nur knapp über 100 Besucher_innen an, etablierte es sich über die Jahre stetig zum Pilgerort mittlerweile auch europaweit anreisender Neonazis. Den bisherigen beängstigenden Höhepunkt fand das spektrenübergreifende Ereignis im letzten Jahr mit einer Besucher_innenzahl von mindestens 4.000. Zwischen Rostbratwurst und Lunikoff-Hetze hat das „Rock für Deutschland“ dem dank entschlossener Proteste marginalisierten „Fest der Völker“ in Jena den unrühmlichen Rang abgelaufen, de facto Europas größtes Nazifest zu sein. Es hat sich damit zu einer der größten Naziveranstaltungen nach 1945 entwickelt.

Der gesamte Aufruf und alle weiteren Infos auf www.nazifeste-verhindern.de

Der Juni-grrrlz*DaIY eine Woche früher!

Der erste laue Sommerregen war schon da und jetzt kommt auch noch der grrrlz*DaIY, kurz vor der Fusion noch mal den etwas anderen Freiraum genießen, ganz stressfrei, mit Film und lecker Essen. Und was sonst noch passiert hängt ganz von dir ab, komm doch vorbei und lass uns teilhaben an deiner Version vom Juni-grrrlz*DaIY.
Am 18.06. ab 19h im Café Median.

gdj

Bis dahin und alles weitere unter grrrlzdaiy.blogsport.de
Die schon wieder mal ganz vorfreudige grrrlz*DaIY-Crew!
(Quelle: awiro.blogsport.de)

Comics gegen den Extremismusbegriff

Als Antwort auf die Anti-Extremismus-Comics des nordrhein-westfälischen Innenministeriums entwarf die antifaschistische gruppe 5 aus Marburg ein Comic zum Thema Fußball und Nationalismus mit großem Theorieteil.

mandi.blogsport.de

mandi

Der Naziladen Dickkoepp zieht aus

Die Eröffnung des Szenebekleidungsgeschäftes für Nazis „East-Coast-Corner“ inmitten der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt im Juni 2007 konnte nur als Provokation angesehen werden.
Die Hamburger Nazis Thorsten de Vries und Torben Klebe versuchten einen Teil der Naziideologie in das Zentrum Rostocks zu tragen. Und dies in einem Viertel, in dem vorwiegend Studierende wohnen und das eher als „Alternativ“ geprägt gilt.
Ein Laden, in welchem politisch klar zuzuordnende Bekleidung gekauft werden kann, erfüllt immer mehr als nur den Selbstzweck des reinen Gelderwerbes. Vielmehr soll mit einem solchen Geschäft ein politisches Statement erfolgen und ein Versuch gestartet werden, wie weit die Akzeptanz für solche Projekte reicht.
Das nach aussen getragene Statement der Nazis war deutlich: wir zeigen uns auch in einem für Rostocker Verhältnisse als „Szenekiez“ bekannten Stadtteil und können hier hoffentlich weitestgehend ungestört unsere Geschäfte machen und Propaganda verbreiten.
Das Mietobjekt wurde gleich einige Monate nach Einzug des Ladens vom NPD-Landtagsabgeordneten der Birger Lüssow als Bürgerbüro benutzt. Daran zeigte sich, dass das Geschäft natürlich auch für politische Arbeit benutzt werden sollte und organisatorische Strukturen aufwies. Bald wurde der Laden in „Dickkoepp“ umbenannt.

Oft fielen die Personen, die sich in dem Laden befanden, damit auf, vorbeigehende Passanten anzupöbeln oder zu provozieren. Die Heterogenität des Stadtviertels sollte gestört werden und wer nicht in das Feindbild der Nazis passte, wurde zumindest verbal angegriffen.
Proteste blieben nicht aus: es gab einige Monate nach der Eröffnung des Ladens Flashmobs, Demonstrationen, einige direkte Angriffe.
Die Lage des Ladens war so offensichtlich als Provokation gedacht, dass das Geschäft selbst bundesweit bekannt wurde, was wohl auch an der Anzahl von Protesten und den hitzigen Debatten liegen mag.
Andere Geschäfte, die sich oft in Vorstädten etablieren oder zumindest nicht in „Szenekiezen“ liegen mögen, erfahren nicht annähernd so viel öffentliche Beachtung. Trotzdem stellen solche Geschäfte ebenso einen Raum für menschenverachtende Ideologie dar, wie es der „Dickkoepp“ tat.
Es mag als gewisser Erfolg gewertet werden, dass der Naziladen nun endlich zumacht.
So ist in einschlägigen Foren von „Kapitulation in der Frontstadt“ zu lesen, also der Aufgabe aufgrund der „widrigen Verhältnisse“.

Das offensichtliche Problem derartiger Geschäfte besteht darin, dass sie nach einigen anfänglichen Berichten und gegebenenfalls Diskussionen oft aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden, weil es eben nicht zu solch anhaltenden Protesten kommt.
Leider bleiben diese Geschäfte nur solange im Fokus der Öffentlichkeit, wie sie auch „Stories“ erzeugen. Ziel aber sollte es sein, solche Geschäfte, die ja auch ein Einfallstor für rechten Lifestyle bieten, dauerhaft zu fokussieren, damit sie nicht zu dem „Bild“ eines Stadtviertels gehören.

In anderen Stadtteilen ist es erheblich schwieriger, über einen langen Zeitraum Öffentlichkeit zu produzieren. Vermutlich sind dort solche Geschäfte sogar anerkannt und nur noch eine „weitere Aussenstelle“ der ohnehin aktiveren Naziszene. So zum Beispiel der Laden „Haugésund“ in Dierkow, der ebenfalls Bekleidung der Nazi-Marke „Thor Steinar“ anbietet.
Sollte es gelingen auch solche Geschäfte in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und sich auf die neue Situation einzustellen wäre einiges erreicht.
Keine Geschäfte mit Nazis, nicht in Rostock und nirgendwo sonst!