Der Infoladen „Flüstern und Schreien“ öffnet wieder seine Türen.

Nach Monaten des Umbaus wird der Infoladen „Flüstern und Schreien“ morgen, am 10.10.09 ,wieder eröffnet. Dort könnt ihr euch mit dem antifaschistischen Infoblatt, dem Rechten Rand, der Phase 2 und vielen anderen politischen Zeitschriften und Flyern über das neueste Zeitgeschehen, Demos, Hilfen im Umgang mit Faschos und anderen wichtigen Themen auseinander setzen und informieren.
Auch T-Shirts werden wieder angeboten, ebenso wie DVDs,CDs, Buttons, Aufkleber, Aufnäher u.v.m.
Also kommt morgen alle zahlreich in die Niklotstraße 6, wenn ab 20 Uhr der Infoladen „Flüstern und Schreien“ seine Tore wieder für euch öffnet.

Bevor wir es vergessen: natürlich wird auch wieder ein Soli-Tresen mit leckeren Cocktails für euch bereit stehen.

In unseren Gedanken sind wir bei dir! – Nazis aus dem Viertel jagen! ERGÄNZT

18.7. demo B

Indy zur Demo in Berlin

Indy zur Rostocker Sponti

Ergänzung:

Auf indy wird sich einmal kritisch mit der … nunja, Berichterstattung der OZ, NNN usw. bezüglich der Ereignisse vom Montag auseinandergesetzt.

Und am I special? bringt die Gefühle angesichts des Geschmieres, anders kann mensch es wirklich nicht nennen, auf den Punkt.

Das Ende des Extremismus

Eine Veranstaltung der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX)

Freitag 10. Juli um 19.30 Uhr im Café Median

Der Ankündigungstext der Kampagne: via

Die Initiative gegen jeden Extremismusbegriff ruft das Ende des Extremismus aus. Unser sperriger Name ist dabei Programm. Nicht die Angst, in die Schmuddelecke »linksextrem« gestellt zu werden, treibt uns an. Uns geht es darum, den Extremismusbegriff in der wissenschaftlichen und in der politischen Praxis ganz über Bord zu werfen.

Die Extremismusformel behauptet, es gebe eine demokratische Mitte der Gesellschaft, die durch rechte und linke ExtremistInnen gleichermaßen bedroht sei. Damit setzt der Extremismusbegriff linke Gesellschaftskritik und antifaschistischen Widerstand mit dem Denken und Handeln von Nazis gleich, jenseits aller inhaltlichen Kriterien. In der Praxis führt das immer wieder zu einer Kriminalisierung antifaschistischen Engagements sowie linker Politik- und Kulturprojekte. Eine solche »Mitte – Rand« und »Rechts gleich Links« Aufteilung verharmlost nicht nur das Naziproblem. Sie verhindert die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Elementen der Naziideologie, also auch die Auseinandersetzung mit rassistischen, antisemitischen, sexistischen und autoritätshörigen Einstellungen, die sich durch alle Bevölkerungsschichten ziehen.

Obwohl die Extremismusformel empirisch widerlegt ist, hat sich der Begriff politisch durchgesetzt. Nicht nur Verfassungsschutz und CDU-PolitikerInnen dient er als Erklärungsmodell und Handlungsanleitung. Mit jedem Beitrag über »politisch motivierte Jugendgewalt«, mit fast jeder Veröffentlichung zu Rassismus, Antisemitismus und anderen Elementen nationalsozialistischer Ideologie wird er aufs Neue kolportiert. Er ist die Grundlage der bundesdeutschen Förderprogramme gegen Nazis. Mit ihm werden Volksfeste, Fußballturniere und Lampionumzüge gegen Gewalt ausstaffiert. Die meisten ProtagonistInnen der Zivilgesellschaft sind »Gegen Extremismus und Gewalt« und die Begriffe »Rechts- und Linksextremismus« werden von der wissenschaftlichen Forschung bis hin zu antifaschistischen Gruppen ganz unkritisch verwendet.

Das haben wir als INEX im Frühjahr 2008 mit einem Offenen Brief thematisiert. Unser Aufruf zur kritischen Teilnahme an einer Veranstaltung von Eckhard Jesse, einem Apologeten der Extremismusformel, war sehr erfolgreich. Eckhard Jesse blamierte sich vor dem versammelten kritischen Publikum. Daraufhin wurde die Extremismusformel am Beispiel von INEX selbst exerziert. Ganz in der Logik des Begriffs suchten die VeranstalterInnen und die mediale Öffentlichkeit keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung mit unserer Position, stattdessen wurde INEX der Extremismusstempel aufgedrückt.

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir unsere Position darbieten und zur Diskussion stellen. Außerdem werden wir theoretische Konzepte beleuchten, auf denen die Extremismusthese basiert und deren praktische Auswirkungen an den Beispielen Medienöffentlichkeit und staatliche (Straf)Verfolgung erläutern.

inex.blogsport.de

Termine, Termine, Termine

Mal wieder ein paar Veranstaltungen:

Am Freitag, 19.6. gibts einen Vortrag „Grauzone – unpolitisch oder doch nur Nazischeiss?“ zu Grauzonenbands der Oi!- und Punkszene. Na wenns in Rostock da mal keine Zielgruppe gibt….
Los gehts um 19.30 Uhr und danach gibts Solitresen mit Cocktails für die Antifaarbeit.
Mehr Infos zum Thema klick mich

Und am Samstag den 4.7. wird es einen Vortrag zu NS-Hardcore (NSHC) geben.
Dort versuchen – und schaffen streckenweise leider auch – Nazis eine Subkultur und Musikrichtung zu unterwandern, die sich aus dem Punk entwickelte und ursprünglich eher „links“ war, sich eindeutig antirassistisch positionierte und unzählige HC- und Punkbands beeinflusste.
Einen beispielhaften Ausdruck dessen geben die jüngsten Vorkommnisse; der Neonazi Timo Schubert lies sich den „Namen“ „hardcore“ markenrechtlich schützen. Das bedeutet, dass jeder Versand, jeder Laden der zukünftig z.B. Klamotten mit dem hardcore-Schriftzug ohne Schuberts Erlaubnis verkauft, von ihm juristisch belangt werden kann.
Das Widerspruchsverfahren läuft zur Zeit noch, das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.
Der gleiche Timo Schubert ist übrigens auch Inhaber der Markenrechte am Logo der Naziband Nahkampf und von Kategorie C. Womit wir wieder bei der Diskussion „KC und unpolitisch“ wären.
Zum NSHC-Thema gehts hier

Demo am Samstag in Bad Doberan!

dbr-demo

Am 6.6. ruft die Antifa Bad Doberan landesweit zu einer Demonstration gegen Nazistrukturen auf. Hintergrund sind die am folgenden Tag stattfindenen Kommunalwahlen, bei denen sich auch im Landkreis DBR die NPD anschickt ins Kommunalparlament einzuziehen.
Nach der Demo findet in Bad Doberan ein Konzert mit u.a. Kein Plan und Total Panic Reaction statt.

17. Juni – Bildungsstreik 2009

bil-streik 09

Auch 2009 ruft die Kampagne wieder zu einem bundesweiten Bildungsstreik der Studierenden und der SchülerInnen auf.
Hauptprotestpunkte sind u.a. die im „Bologna-Prozess“ festgeschrieben Ziele zur Straffung des Studiums, was mit verschärfter Repression und Druck auf die Studierenden einhergeht, und der wachsende Einfluss der Wirtschaft auf das Bildungswesen.

Ilja-Ehrenburg-Straße erneut geschändet

Am Donnerstag den 28. Mai wurde die im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel gelegene Ilja-Ehrenburg-Straße offenbar erneut von Rostocker Neonazis geschändet. Dabei wurden – altbekannt – Straßenschilder in Rudolf-Heß-Straße umbenannt und teilweise mit roter Sprühfarbe übersprüht.

Ilja Ehrenburg (1891 – 1967) war ein sowjetischer Schriftsteller, Publizist und Journalist jüdischer Herkunft. Zusammen mit Wassili Großmann gab er nach dem 2. Weltkrieg das „Schwarzbuch über den Genozid an den sowjetischen Juden“ heraus, die erste Dokumentation der Shoa. Während des Krieges schrieb er zahlreiche Artikel, vor allem für sowjetische Soldatenzeitungen, aber auch für andere alliierte Presseorgane.
Ilja Ehrenburg ist und war nach seinem Tod immer wieder Angriffen von Neonazis und GeschichtsrevisionistInnen aber auch Personen aus konservativen Kreisen ausgesetzt. So leugnete Rudi Pawelka (CDU) im Herbst 2007 die Verantwortung der deutschen Wehrmacht an den Vertreibungen der deutschen Bevölkerung in den Ostgebieten indem er sagte, es sei eine „Tatsache, dass es die Hetzschriften des russischen Schriftstellers Ilja Ehrenburg waren, […] die zu den großen Verbrechen aufstachelten […] und nicht etwa das vorangegangene Tun der Deutschen Wehrmacht im Osten.“ [Vgl. hierzu Artikel der A3 vom 13.10.2007]

In Rostock gab es aus dem rechtsradikalen und konservativen Spektrum schon desöfteren offizielle Versuche die Ilja-Ehrenburg-Straße umzubenennen, zuletzt im Jahr 2007.

Bei der jüngsten Aktion in Toitenwinkel wurden auch Häuserwände mit dem Schriftzug „nsrostock.de“ verunstaltet. Dies lässt darauf schließen, dass die „Nationalen Sozialisten Rostock“ (NSR) für die Übergriffe verantwortlich zeichnen, zudem dokumentieren sie auf ihrer Website Fotos der Verunstaltungen und einen kurzen Bericht. Demnach klärten sie die AnwohnerInnen in Flugblättern auch über die „Person Ilja Ehrenburg und seine antideutsche Hetze“ auf.

Wir sind der Meinung, dass GeschichtsrevisionistInnen und Neonazis auf keinen Fall und nirgendwo zu tolerieren sind und fordern dazu auf, dass Andenken an Ilja Ehrenburg und seine Leistungen im kollektiven Bewusstsein zu halten!

Die Ilja-Ehrenburg-Straße bleibt!

Rechtsrockvortrag & Mobiverantstaltung am 25. Mai

Am Montag wird es im Café Median einen Vortrag zur regionalen Rechtsrockszene geben. Teil des Vortrages wird im Hinblick auf die kommende Demonstration am 30. Mai gegen das geplante Kategorie C-Konzert auch ein Beitrag zur Band Kategorie C sein. Darin wird über die Verstrickungen der vermeintlich unpolitischen Band zur militanten Neonaziszene aufgeklärt.
Nach der Veranstaltung gibt es dann noch eine Mobiveranstaltung zur Demo.

Vortrag wie immer mit Vokü.

know your enemy!

30.05. * 19 Uhr * Café Median

Auf weitere Termin in der kommenden Woche weist „Mach den Scheiß aus“ – Kampagne gegen das KC-Konzert hin.

Antisemitismus – Vortrag und Diskussion

antisem vortrag

„Ilja Ehrenburg und die Deutschen“ – Ausstellung vom 8. Mai bis 28. Juni

Leben und Werk des sowjetischen Schriftstellers und Publizisten Ilja Ehrenburg (1891-1967) zeigt ab Freitag eine Ausstellung von Soziale Bildung e.V. und der Initiative Ilja Ehrenburg im Peter-Weiss-Haus.

via

ilja ehrenburg

Aus dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst kommt die Ausstellung „Ilja Ehrenburg und die Deutschen“ jetzt nach Rostock. Nach geschichtlichen Perioden des 20. Jahrhunderts gegliedert, veranschaulicht sie in Bildern, Texten und Zitaten Ehrenburgs Rolle in seiner Zeit. Für den deutschen Betrachter besonders aufschlussreich sind ihre Materialien über Ehrenburgs Lebensjahre in Deutschland, seine Arbeit als Dokumentarist des faschistischen deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg und die Kampagne der Deutschen Soldaten-Zeitung und National-Zeitung gegen die Herausgabe seiner Memoiren in der Bundesrepublik Deutschland Anfang der 60-er Jahre.

In Rostock dürfte die Ausstellung besonderes Interesse finden: Regelmäßig werden Forderungen erhoben, die Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock-Toitenwinkel umzubenennen. Auch dazu gibt es hier Informationen.

Zum Begleitprogramm gehören Vorträge, Filme, Führungen mit Diskussion für Schüler, ein Gespräch mit Einwohnern von Toitenwinkel und ein Podium mit Rostocker Kommunalpolitiker_innen.

Die Ausstellung läuft vom 8. Mai bis 28. Juni im Peter-Weiss-Haus (ehemaliges HdF).

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 14-18 Uhr, Do: 14-20 Uhr, So: 10-16 Uhr

Eröffnung: 8. Mai, 19 Uhr

Kontakt: Initiative Ilja Ehrenburg, Tel. 0176-24894316,
für Schulen: Soziale Bildung e.V., 0381-4618248

sobi



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