Archiv der Kategorie 'ANTIFASCHISMUS'

Antifa-Demo in Anklam

Europas größtes Nazifest stoppen, blockieren, verhindern!

Seit nunmehr acht Jahren ereignet sich im braunen Dreiländereck von Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt, inmitten der vermeintlich bunten und weltoffenen Otto-Dix Stadt Gera, Europas größtes Nazifestival „Rock für Deutschland“, zeitweilig auch unter dem Label „Rock gegen Krieg“ firmierend. Zog dieses faschistische Spektakel 2003 noch nur knapp über 100 Besucher_innen an, etablierte es sich über die Jahre stetig zum Pilgerort mittlerweile auch europaweit anreisender Neonazis. Den bisherigen beängstigenden Höhepunkt fand das spektrenübergreifende Ereignis im letzten Jahr mit einer Besucher_innenzahl von mindestens 4.000. Zwischen Rostbratwurst und Lunikoff-Hetze hat das „Rock für Deutschland“ dem dank entschlossener Proteste marginalisierten „Fest der Völker“ in Jena den unrühmlichen Rang abgelaufen, de facto Europas größtes Nazifest zu sein. Es hat sich damit zu einer der größten Naziveranstaltungen nach 1945 entwickelt.

Der gesamte Aufruf und alle weiteren Infos auf www.nazifeste-verhindern.de

Comics gegen den Extremismusbegriff

Als Antwort auf die Anti-Extremismus-Comics des nordrhein-westfälischen Innenministeriums entwarf die antifaschistische gruppe 5 aus Marburg ein Comic zum Thema Fußball und Nationalismus mit großem Theorieteil.

mandi.blogsport.de

mandi

Der Naziladen Dickkoepp zieht aus

Die Eröffnung des Szenebekleidungsgeschäftes für Nazis „East-Coast-Corner“ inmitten der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt im Juni 2007 konnte nur als Provokation angesehen werden.
Die Hamburger Nazis Thorsten de Vries und Torben Klebe versuchten einen Teil der Naziideologie in das Zentrum Rostocks zu tragen. Und dies in einem Viertel, in dem vorwiegend Studierende wohnen und das eher als „Alternativ“ geprägt gilt.
Ein Laden, in welchem politisch klar zuzuordnende Bekleidung gekauft werden kann, erfüllt immer mehr als nur den Selbstzweck des reinen Gelderwerbes. Vielmehr soll mit einem solchen Geschäft ein politisches Statement erfolgen und ein Versuch gestartet werden, wie weit die Akzeptanz für solche Projekte reicht.
Das nach aussen getragene Statement der Nazis war deutlich: wir zeigen uns auch in einem für Rostocker Verhältnisse als „Szenekiez“ bekannten Stadtteil und können hier hoffentlich weitestgehend ungestört unsere Geschäfte machen und Propaganda verbreiten.
Das Mietobjekt wurde gleich einige Monate nach Einzug des Ladens vom NPD-Landtagsabgeordneten der Birger Lüssow als Bürgerbüro benutzt. Daran zeigte sich, dass das Geschäft natürlich auch für politische Arbeit benutzt werden sollte und organisatorische Strukturen aufwies. Bald wurde der Laden in „Dickkoepp“ umbenannt.

Oft fielen die Personen, die sich in dem Laden befanden, damit auf, vorbeigehende Passanten anzupöbeln oder zu provozieren. Die Heterogenität des Stadtviertels sollte gestört werden und wer nicht in das Feindbild der Nazis passte, wurde zumindest verbal angegriffen.
Proteste blieben nicht aus: es gab einige Monate nach der Eröffnung des Ladens Flashmobs, Demonstrationen, einige direkte Angriffe.
Die Lage des Ladens war so offensichtlich als Provokation gedacht, dass das Geschäft selbst bundesweit bekannt wurde, was wohl auch an der Anzahl von Protesten und den hitzigen Debatten liegen mag.
Andere Geschäfte, die sich oft in Vorstädten etablieren oder zumindest nicht in „Szenekiezen“ liegen mögen, erfahren nicht annähernd so viel öffentliche Beachtung. Trotzdem stellen solche Geschäfte ebenso einen Raum für menschenverachtende Ideologie dar, wie es der „Dickkoepp“ tat.
Es mag als gewisser Erfolg gewertet werden, dass der Naziladen nun endlich zumacht.
So ist in einschlägigen Foren von „Kapitulation in der Frontstadt“ zu lesen, also der Aufgabe aufgrund der „widrigen Verhältnisse“.

Das offensichtliche Problem derartiger Geschäfte besteht darin, dass sie nach einigen anfänglichen Berichten und gegebenenfalls Diskussionen oft aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden, weil es eben nicht zu solch anhaltenden Protesten kommt.
Leider bleiben diese Geschäfte nur solange im Fokus der Öffentlichkeit, wie sie auch „Stories“ erzeugen. Ziel aber sollte es sein, solche Geschäfte, die ja auch ein Einfallstor für rechten Lifestyle bieten, dauerhaft zu fokussieren, damit sie nicht zu dem „Bild“ eines Stadtviertels gehören.

In anderen Stadtteilen ist es erheblich schwieriger, über einen langen Zeitraum Öffentlichkeit zu produzieren. Vermutlich sind dort solche Geschäfte sogar anerkannt und nur noch eine „weitere Aussenstelle“ der ohnehin aktiveren Naziszene. So zum Beispiel der Laden „Haugésund“ in Dierkow, der ebenfalls Bekleidung der Nazi-Marke „Thor Steinar“ anbietet.
Sollte es gelingen auch solche Geschäfte in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und sich auf die neue Situation einzustellen wäre einiges erreicht.
Keine Geschäfte mit Nazis, nicht in Rostock und nirgendwo sonst!

Antifa Moskau Infoabend

Ein Genosse aus Moskau berichtet über die dortige Naziszene und den Alltag russischer Antifaschist_innen.
Freitag 4.06.2010 Café Median 20:00 Uhr
zudem Vokü und Cocktailtresen

Der 8. Mai: Die Befreiung, die Niederlage und Wir

8. Mai, oder: Wer nicht nachdenkt hat verloren.

Der 8. Mai ist mit seiner Präsenz in Form von Demonstrationen, Texten und Veranstaltungen ein jährlich wiederkehrendes Ereignis in der Linken. Die oftmals fragwürdige mediale Aufbereitung und der unreflektierte öffentliche Umgang mit dieser Thematik sind auch an unserer offenen, linken Jugendgruppe LI*MO nicht spurlos vorbeigegangen. Dabei vermengen sich oftmals altkommunistische Dogmen sowie nationalistische, revisionistische und relativierende Tendenzen bezüglich des Umgangs mit dem Nationalsozialismus, seinem Vernichtungswahn und seinen ursächlichen Bedingungen. Viele Argumentationsmuster und Perspektiven, die auch innerhalb des politisch linken Lagers auf eine breite Zustimmung stoßen, finden wir fragwürdig und anfechtbar. Zudem ist auch die konkrete politische Praxis an einem solchen Tag diskussionswürdig und bedarf einer kritischen Reflexion.
Wir fühlen uns aus diesem Grund dazu angehalten, unseren Standpunkt darzulegen – nicht zuletzt um auch eine Debatte über den Umgang mit der Thematik des 8. Mai sowie der damit verbundenen politischen Praxis in Gang zu setzen. Wir erachten es als durchaus zulässig, auch innerhalb der Linken Kritik zu üben und nicht nur auf einen Diskurs zu verweisen, sondern auch den Umgang mit ihm zu thematisieren.

Wer feiert und wer nicht, und warum?

Bei der Beantwortung dieser Frage ist grundsätzlich davon auszugehen, dass es kein gleiches pauschalisierbares Interesse aller gibt, den Tag in einem bestimmten Licht oder unter einem besonderen Vorwand zu sehen. Zu unterschiedlich sind dabei Ansätze und Perspektiven; Utopien und Ideologien. Nicht alle Welt atmete am 8.Mai 1945 auf und nicht alle Welt hat Grund an unserem 8. Mai zu feiern. Für die tatsächlichen und potentiellen Opfer der nationalsozialistischen Barbarei ist der 8. Mai zweifelsohne der Tag der Befreiung. Der Aspekt, dass alte und neue Nazis an diesem Tag nicht feiern werden, sondern über ihre militärisch bezwungene „Volkgemeinschaft“ trauern werden ist dabei auch klar. Für sie ist dieser Tag verbunden mit der militärischen Niederlage Deutschlands, dem Beginn einer – in ihren Augen – nicht enden wollenden Besatzung und Fremdherrschaft sowie dem Ende des vermeintlich „nationalen und sozialistischen Experiments“.

Und der Rest? – Deutschland halt, was sonst!

Es ist erschreckend, dass der 8. Mai im bundesdeutschen gesellschaftlichen Bewusstsein wenig Beachtung findet: Er ist kein offizieller Feiertag und für die meisten Menschen schlichtweg belanglos. Wenn der Tag dennoch medial aufgegriffen, beleuchtet und bewertet wird, geht es selten um eine wissenschaftliche und reflektierte Betrachtung des Nationalsozialismus. Der Fokus liegt vielmehr auf der Konstruktion von Opfermythen und Schuldabweisungen. Zusätzlich dient er idealerweise zur Herleitung eines positiven deutschen Kollektivbewusstseins in der Gegenwart sowie zur Rechtfertigung der BRD als Bewahrer von Demokratie und Freiheit. Aber auch für einen beachtlichen Teil der sich selbst als politisch links verorteten Gruppen dient der 8. Mai dazu, einen positiven Deutschlandbezug zu etablieren. Damit ist es nicht nur ein Leichtes, Feindbilder und Losungen zu konstruieren, es bedarf auch keiner weiteren Mühe, sich über wirkliche Alternativen den Kopf zu zerbrechen: Der Diskurs ist dann schnell und einfach für alle ins Schema passenden Menschen zugänglich, schließt die Feindbilder von vornherein von einer Teilnahme an ihm aus und beansprucht für sich, die allumfassende Doktrin zu sein. Die Doktrin erklärt die Welt, ordnet, schließt aus, verbietet und schränkt ein: Sie ist nicht nur der Gruppe der sprechenden Individuen unterworfen, sie ordnet vor allem auch die denkenden und sprechenden Individuen sich unter. Dort wo sie allumfassend und universal gilt, gibt es keinen Platz für etwas anderes. Ein weiteres Beispiel hierfür ist die Darstellung der DDR, welche oftmals als einziger vermeintlich antifaschistischer deutscher Staat angesehen wird, wobei der Aspekt der Schuldfrage oftmals zu pauschal und verkürzt beantwortet bleibt. Damit geht auch eine Relativierung zentraler Elemente des Nationalsozialismus, wie etwa seinem radikal-antisemitischem Charakter, seinem Vernichtungswahn und vor allem seiner Massenbasis einher. Angelehnt an die universalistische Faschismusdefinition Dimitrowsi werden dabei nicht nur sehr fragwürdig die Aspekte von Kapitalismus und Faschismus in einen Topf geworfen und vermengt – es dient im Rahmen einer staatssozialistischen Dogmatik und Doktrin auch zur Aufrechterhaltung von Feindbildern wie „Bonzen“, „Kapital“ und „Die da Oben“. Ein reflektierter Umgang mit der facettenreichen Faschismusthematik ist zwingend notwendig. Dort, wo reflektiertes Denken nicht stattfindet und unerwünscht ist; dort, wo der dogmatisch geführte Diskurs das universalistische Moment der Unterordnung und des Verbots ist, kann unmöglich „links“ sein. Die Rückdrängung und Verhinderung zukünftiger Zivilisationsbrüche erreichen wir nicht, indem wir uns Praxen bedienen und Theorien vertreten, die verkürzt, antisemitisch, sexistisch, nationalistisch, dogmatisch, autoritär und „unanfechtbar“ sind.

Warum wir feiern dürfen und gleichzeitig kämpfen müssen

Für uns ist der 8. Mai der Tag der Befreiung von der barbarischen Vernichtungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschlands. Da wir uns als antifaschistisch und links verorten, wären wir nicht nur Opfer der damaligen Vernichtungsideologie geworden, sondern sind auch potenzielle Opfer eines möglichen zukünftigen Zivilisationsbruches. Wir betrachten den 8. Mai nicht als Anlass, einen endgültigen Sieg über Faschismus und die damit einhergehende Barbarei zu feiern, da die Ideologie des Nationalsozialismus bis heute nicht besiegt ist. Aus diesem Grund begreifen wir unseren Tag der Befreiung gleichzeitig auch als Kampftag aller Antifaschist_Innen. Der 8. Mai ist ein Tag, welcher zu feiern ist, uns aber gleichzeitig auch an die Notwendigkeit des antifaschistischen Kampfes erinnert. Er ruft uns die Folgen von blindem obrigkeitsstaatlichen Denken, Rassismus, Sexismus, modernem Antisemitismus und verkürztem Antikapitalismus direkt und unmittelbar ins Bewusstsein. Er erinnert uns nicht nur an den Sturz in die Barbarei und an ihre Folgen, sondern vor allem auch an ihre militärische Bezwingung und daran, dass sie längst noch nicht bezwungen ist.

LI*MO, April 2010

Der Infoladen „Flüstern und Schreien“ öffnet wieder seine Türen.

Nach Monaten des Umbaus wird der Infoladen „Flüstern und Schreien“ morgen, am 10.10.09 ,wieder eröffnet. Dort könnt ihr euch mit dem antifaschistischen Infoblatt, dem Rechten Rand, der Phase 2 und vielen anderen politischen Zeitschriften und Flyern über das neueste Zeitgeschehen, Demos, Hilfen im Umgang mit Faschos und anderen wichtigen Themen auseinander setzen und informieren.
Auch T-Shirts werden wieder angeboten, ebenso wie DVDs,CDs, Buttons, Aufkleber, Aufnäher u.v.m.
Also kommt morgen alle zahlreich in die Niklotstraße 6, wenn ab 20 Uhr der Infoladen „Flüstern und Schreien“ seine Tore wieder für euch öffnet.

Bevor wir es vergessen: natürlich wird auch wieder ein Soli-Tresen mit leckeren Cocktails für euch bereit stehen.

In unseren Gedanken sind wir bei dir! – Nazis aus dem Viertel jagen! ERGÄNZT

18.7. demo B

Indy zur Demo in Berlin

Indy zur Rostocker Sponti

Ergänzung:

Auf indy wird sich einmal kritisch mit der … nunja, Berichterstattung der OZ, NNN usw. bezüglich der Ereignisse vom Montag auseinandergesetzt.

Und am I special? bringt die Gefühle angesichts des Geschmieres, anders kann mensch es wirklich nicht nennen, auf den Punkt.

Das Ende des Extremismus

Eine Veranstaltung der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX)

Freitag 10. Juli um 19.30 Uhr im Café Median

Der Ankündigungstext der Kampagne: via

Die Initiative gegen jeden Extremismusbegriff ruft das Ende des Extremismus aus. Unser sperriger Name ist dabei Programm. Nicht die Angst, in die Schmuddelecke »linksextrem« gestellt zu werden, treibt uns an. Uns geht es darum, den Extremismusbegriff in der wissenschaftlichen und in der politischen Praxis ganz über Bord zu werfen.

Die Extremismusformel behauptet, es gebe eine demokratische Mitte der Gesellschaft, die durch rechte und linke ExtremistInnen gleichermaßen bedroht sei. Damit setzt der Extremismusbegriff linke Gesellschaftskritik und antifaschistischen Widerstand mit dem Denken und Handeln von Nazis gleich, jenseits aller inhaltlichen Kriterien. In der Praxis führt das immer wieder zu einer Kriminalisierung antifaschistischen Engagements sowie linker Politik- und Kulturprojekte. Eine solche »Mitte – Rand« und »Rechts gleich Links« Aufteilung verharmlost nicht nur das Naziproblem. Sie verhindert die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Elementen der Naziideologie, also auch die Auseinandersetzung mit rassistischen, antisemitischen, sexistischen und autoritätshörigen Einstellungen, die sich durch alle Bevölkerungsschichten ziehen.

Obwohl die Extremismusformel empirisch widerlegt ist, hat sich der Begriff politisch durchgesetzt. Nicht nur Verfassungsschutz und CDU-PolitikerInnen dient er als Erklärungsmodell und Handlungsanleitung. Mit jedem Beitrag über »politisch motivierte Jugendgewalt«, mit fast jeder Veröffentlichung zu Rassismus, Antisemitismus und anderen Elementen nationalsozialistischer Ideologie wird er aufs Neue kolportiert. Er ist die Grundlage der bundesdeutschen Förderprogramme gegen Nazis. Mit ihm werden Volksfeste, Fußballturniere und Lampionumzüge gegen Gewalt ausstaffiert. Die meisten ProtagonistInnen der Zivilgesellschaft sind »Gegen Extremismus und Gewalt« und die Begriffe »Rechts- und Linksextremismus« werden von der wissenschaftlichen Forschung bis hin zu antifaschistischen Gruppen ganz unkritisch verwendet.

Das haben wir als INEX im Frühjahr 2008 mit einem Offenen Brief thematisiert. Unser Aufruf zur kritischen Teilnahme an einer Veranstaltung von Eckhard Jesse, einem Apologeten der Extremismusformel, war sehr erfolgreich. Eckhard Jesse blamierte sich vor dem versammelten kritischen Publikum. Daraufhin wurde die Extremismusformel am Beispiel von INEX selbst exerziert. Ganz in der Logik des Begriffs suchten die VeranstalterInnen und die mediale Öffentlichkeit keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung mit unserer Position, stattdessen wurde INEX der Extremismusstempel aufgedrückt.

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir unsere Position darbieten und zur Diskussion stellen. Außerdem werden wir theoretische Konzepte beleuchten, auf denen die Extremismusthese basiert und deren praktische Auswirkungen an den Beispielen Medienöffentlichkeit und staatliche (Straf)Verfolgung erläutern.

inex.blogsport.de

Termine, Termine, Termine

Mal wieder ein paar Veranstaltungen:

Am Freitag, 19.6. gibts einen Vortrag „Grauzone – unpolitisch oder doch nur Nazischeiss?“ zu Grauzonenbands der Oi!- und Punkszene. Na wenns in Rostock da mal keine Zielgruppe gibt….
Los gehts um 19.30 Uhr und danach gibts Solitresen mit Cocktails für die Antifaarbeit.
Mehr Infos zum Thema klick mich

Und am Samstag den 4.7. wird es einen Vortrag zu NS-Hardcore (NSHC) geben.
Dort versuchen – und schaffen streckenweise leider auch – Nazis eine Subkultur und Musikrichtung zu unterwandern, die sich aus dem Punk entwickelte und ursprünglich eher „links“ war, sich eindeutig antirassistisch positionierte und unzählige HC- und Punkbands beeinflusste.
Einen beispielhaften Ausdruck dessen geben die jüngsten Vorkommnisse; der Neonazi Timo Schubert lies sich den „Namen“ „hardcore“ markenrechtlich schützen. Das bedeutet, dass jeder Versand, jeder Laden der zukünftig z.B. Klamotten mit dem hardcore-Schriftzug ohne Schuberts Erlaubnis verkauft, von ihm juristisch belangt werden kann.
Das Widerspruchsverfahren läuft zur Zeit noch, das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.
Der gleiche Timo Schubert ist übrigens auch Inhaber der Markenrechte am Logo der Naziband Nahkampf und von Kategorie C. Womit wir wieder bei der Diskussion „KC und unpolitisch“ wären.
Zum NSHC-Thema gehts hier