Archiv der Kategorie 'LI*MO'

Pause

LI*MO macht eine Pause; das heißt, es werden vorerst keine Plena stattfinden. Wie es danach weitergeht ist noch ungeklärt.
Interesse in Rostock antifaschistisch/linkspolitisch aktiv zu werden? Schaut doch einfach mal im Café Median vorbei und fragt nach Möglichkeiten mitzumachen.

Der 8. Mai: Die Befreiung, die Niederlage und Wir

8. Mai, oder: Wer nicht nachdenkt hat verloren.

Der 8. Mai ist mit seiner Präsenz in Form von Demonstrationen, Texten und Veranstaltungen ein jährlich wiederkehrendes Ereignis in der Linken. Die oftmals fragwürdige mediale Aufbereitung und der unreflektierte öffentliche Umgang mit dieser Thematik sind auch an unserer offenen, linken Jugendgruppe LI*MO nicht spurlos vorbeigegangen. Dabei vermengen sich oftmals altkommunistische Dogmen sowie nationalistische, revisionistische und relativierende Tendenzen bezüglich des Umgangs mit dem Nationalsozialismus, seinem Vernichtungswahn und seinen ursächlichen Bedingungen. Viele Argumentationsmuster und Perspektiven, die auch innerhalb des politisch linken Lagers auf eine breite Zustimmung stoßen, finden wir fragwürdig und anfechtbar. Zudem ist auch die konkrete politische Praxis an einem solchen Tag diskussionswürdig und bedarf einer kritischen Reflexion.
Wir fühlen uns aus diesem Grund dazu angehalten, unseren Standpunkt darzulegen – nicht zuletzt um auch eine Debatte über den Umgang mit der Thematik des 8. Mai sowie der damit verbundenen politischen Praxis in Gang zu setzen. Wir erachten es als durchaus zulässig, auch innerhalb der Linken Kritik zu üben und nicht nur auf einen Diskurs zu verweisen, sondern auch den Umgang mit ihm zu thematisieren.

Wer feiert und wer nicht, und warum?

Bei der Beantwortung dieser Frage ist grundsätzlich davon auszugehen, dass es kein gleiches pauschalisierbares Interesse aller gibt, den Tag in einem bestimmten Licht oder unter einem besonderen Vorwand zu sehen. Zu unterschiedlich sind dabei Ansätze und Perspektiven; Utopien und Ideologien. Nicht alle Welt atmete am 8.Mai 1945 auf und nicht alle Welt hat Grund an unserem 8. Mai zu feiern. Für die tatsächlichen und potentiellen Opfer der nationalsozialistischen Barbarei ist der 8. Mai zweifelsohne der Tag der Befreiung. Der Aspekt, dass alte und neue Nazis an diesem Tag nicht feiern werden, sondern über ihre militärisch bezwungene „Volkgemeinschaft“ trauern werden ist dabei auch klar. Für sie ist dieser Tag verbunden mit der militärischen Niederlage Deutschlands, dem Beginn einer – in ihren Augen – nicht enden wollenden Besatzung und Fremdherrschaft sowie dem Ende des vermeintlich „nationalen und sozialistischen Experiments“.

Und der Rest? – Deutschland halt, was sonst!

Es ist erschreckend, dass der 8. Mai im bundesdeutschen gesellschaftlichen Bewusstsein wenig Beachtung findet: Er ist kein offizieller Feiertag und für die meisten Menschen schlichtweg belanglos. Wenn der Tag dennoch medial aufgegriffen, beleuchtet und bewertet wird, geht es selten um eine wissenschaftliche und reflektierte Betrachtung des Nationalsozialismus. Der Fokus liegt vielmehr auf der Konstruktion von Opfermythen und Schuldabweisungen. Zusätzlich dient er idealerweise zur Herleitung eines positiven deutschen Kollektivbewusstseins in der Gegenwart sowie zur Rechtfertigung der BRD als Bewahrer von Demokratie und Freiheit. Aber auch für einen beachtlichen Teil der sich selbst als politisch links verorteten Gruppen dient der 8. Mai dazu, einen positiven Deutschlandbezug zu etablieren. Damit ist es nicht nur ein Leichtes, Feindbilder und Losungen zu konstruieren, es bedarf auch keiner weiteren Mühe, sich über wirkliche Alternativen den Kopf zu zerbrechen: Der Diskurs ist dann schnell und einfach für alle ins Schema passenden Menschen zugänglich, schließt die Feindbilder von vornherein von einer Teilnahme an ihm aus und beansprucht für sich, die allumfassende Doktrin zu sein. Die Doktrin erklärt die Welt, ordnet, schließt aus, verbietet und schränkt ein: Sie ist nicht nur der Gruppe der sprechenden Individuen unterworfen, sie ordnet vor allem auch die denkenden und sprechenden Individuen sich unter. Dort wo sie allumfassend und universal gilt, gibt es keinen Platz für etwas anderes. Ein weiteres Beispiel hierfür ist die Darstellung der DDR, welche oftmals als einziger vermeintlich antifaschistischer deutscher Staat angesehen wird, wobei der Aspekt der Schuldfrage oftmals zu pauschal und verkürzt beantwortet bleibt. Damit geht auch eine Relativierung zentraler Elemente des Nationalsozialismus, wie etwa seinem radikal-antisemitischem Charakter, seinem Vernichtungswahn und vor allem seiner Massenbasis einher. Angelehnt an die universalistische Faschismusdefinition Dimitrowsi werden dabei nicht nur sehr fragwürdig die Aspekte von Kapitalismus und Faschismus in einen Topf geworfen und vermengt – es dient im Rahmen einer staatssozialistischen Dogmatik und Doktrin auch zur Aufrechterhaltung von Feindbildern wie „Bonzen“, „Kapital“ und „Die da Oben“. Ein reflektierter Umgang mit der facettenreichen Faschismusthematik ist zwingend notwendig. Dort, wo reflektiertes Denken nicht stattfindet und unerwünscht ist; dort, wo der dogmatisch geführte Diskurs das universalistische Moment der Unterordnung und des Verbots ist, kann unmöglich „links“ sein. Die Rückdrängung und Verhinderung zukünftiger Zivilisationsbrüche erreichen wir nicht, indem wir uns Praxen bedienen und Theorien vertreten, die verkürzt, antisemitisch, sexistisch, nationalistisch, dogmatisch, autoritär und „unanfechtbar“ sind.

Warum wir feiern dürfen und gleichzeitig kämpfen müssen

Für uns ist der 8. Mai der Tag der Befreiung von der barbarischen Vernichtungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschlands. Da wir uns als antifaschistisch und links verorten, wären wir nicht nur Opfer der damaligen Vernichtungsideologie geworden, sondern sind auch potenzielle Opfer eines möglichen zukünftigen Zivilisationsbruches. Wir betrachten den 8. Mai nicht als Anlass, einen endgültigen Sieg über Faschismus und die damit einhergehende Barbarei zu feiern, da die Ideologie des Nationalsozialismus bis heute nicht besiegt ist. Aus diesem Grund begreifen wir unseren Tag der Befreiung gleichzeitig auch als Kampftag aller Antifaschist_Innen. Der 8. Mai ist ein Tag, welcher zu feiern ist, uns aber gleichzeitig auch an die Notwendigkeit des antifaschistischen Kampfes erinnert. Er ruft uns die Folgen von blindem obrigkeitsstaatlichen Denken, Rassismus, Sexismus, modernem Antisemitismus und verkürztem Antikapitalismus direkt und unmittelbar ins Bewusstsein. Er erinnert uns nicht nur an den Sturz in die Barbarei und an ihre Folgen, sondern vor allem auch an ihre militärische Bezwingung und daran, dass sie längst noch nicht bezwungen ist.

LI*MO, April 2010

Der Infoladen „Flüstern und Schreien“ öffnet wieder seine Türen.

Nach Monaten des Umbaus wird der Infoladen „Flüstern und Schreien“ morgen, am 10.10.09 ,wieder eröffnet. Dort könnt ihr euch mit dem antifaschistischen Infoblatt, dem Rechten Rand, der Phase 2 und vielen anderen politischen Zeitschriften und Flyern über das neueste Zeitgeschehen, Demos, Hilfen im Umgang mit Faschos und anderen wichtigen Themen auseinander setzen und informieren.
Auch T-Shirts werden wieder angeboten, ebenso wie DVDs,CDs, Buttons, Aufkleber, Aufnäher u.v.m.
Also kommt morgen alle zahlreich in die Niklotstraße 6, wenn ab 20 Uhr der Infoladen „Flüstern und Schreien“ seine Tore wieder für euch öffnet.

Bevor wir es vergessen: natürlich wird auch wieder ein Soli-Tresen mit leckeren Cocktails für euch bereit stehen.

Die Straßen denen die drauf feiern!

‚Reclaim the streets‘ -Party in der KTV

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jo, das war doch mal schön! :)
Am Abend des Karfreitags fand in der Niklotstraße (KTV) ein nicht angemeldetes Konzert statt. 250 – 300 Menschen feierten ausgelassen und mit einigem Pyrozeugs zu HC und Ska-Punk. Das Konzert, dass nur über Mund-zu-Mund-Propaganda beworben wurde, wurde zwar von den Cops beäugt, sie hielten sich bis zum Ende aber im Hintergrund.

Umso schöner, denn so konnten die BesucherInnen ungestört einem unkommerziellen Konzert lauschen, was es so in der immer „schicker“ und teurer werdenden KTV länger nicht mehr gegeben hat.
Im weiteren Verlauf des Abends soll es laut indy zu kleineren Feuern auf den Straßen des Viertels, einem Angriff auf den Naziladen ‚Dickkoepp‘ und Zusammenstößen mit Cops gekommen sein.

Laut Polizeibericht sind leider auch 11 Menschen vorläufig festgenommen worden, gegen sie wird wegen dem Verdachts auf Landfriedensbruch ermittelt. Mittlerweile sind alle wieder auf freiem Fuß.

Dennoch bleibt zu sagen das es ein sehr schönes Konzert mit geiler Stimmung war und Wiederholungen auf jeden Fall gern gesehen sind ;) Wir konnten zeigen, dass, wenigstens für einen Abend, die Straßen uns gehören und wir uns von niemandem vorschreiben lassen wann wir wo ein Konzert veranstalten oder anderweitig feiern.

pp2

Alles Gute für 2009…

…wünscht li*mo allen GenossInnen! Kommt gut rein ins neue Jahr, bleibt straight antifa, bleibt aktiv, lasst euch nicht unterkriegen!

Nazis wegmachen
ACAB

nazi weint

… auch 2009 ;)

Wir werden sie stoppen! Kein Naziaufmarsch in Lübeck!


Schon seit geraumer Zeit wird durch die NPD und durch die freien Kameradschaften in ganz Norddeutschland bundesweit für den Naziaufmarsch in Lübeck am 29. März mobilisiert: Damit findet im dritten Jahr hintereinander ein Nazievent in Lübeck statt, welches in der norddeutschen Neonaziszene mittlerweile eine feste Größe geworden ist. Die Anmeldung der Demonstration erfolgte dieses Jahr durch den Neonazikader und NPD-Funktionär Jörn Lemke, dem es dieses Jahr allerdings nicht gelang die Route, wie gewohnt, durch die Innenstadt führen zu lassen. Der Aufmarsch am 29. März wird demnach im Stadtteil St. Lorenz stattfinden: Eine Umverlegung in einen Stadtteil der Hansestadt, von der sich auch die Polizei einen reibungs- und konfliktlosen Demonstrationszug erhofft.
Umso wichtiger ist es, die Nazidemo und die Verhältnisse auf der Straße an diesem Tag zum Tanzen zu bringen. Die Dynamik der Regelmäßigkeit muss unterbrochen werden!
Den Auftakt der Gegenveranstaltungen am 29. März bildet eine Kundgebung am Holstentorplatz um 10:30 Uhr. Die Nazis treffen sich um 12:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Kommt deshalb zahlreich zur Gegendemonstration!

Am 26. März findet im Cafè Median, Niklotstraße 5/6 eine Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch und zu den geplanten Gegenaktivitäten statt. Dabei wird es auch um die Hin-und Rückfahrt gehen; also macht euch Gedanken!

Den Aufruf, sowie weitere Informationen und Mobilisierungsmaterial findet ihr hier.

ANTI-REPRESSIONSDEMO 17.11.2007 ROSTOCK


So etwas nennen SIE Sicherheit?
So etwas nennen WIR Repression!

Der Polizeieinsatz vor, während und nach dem G8 Gipfel, die im November anrollende Prozesswelle gegen Globalisierungskritiker in Rostock, die Hausdurchsuchungen in Hamburg und Berlin im Zusammenhang mit dem Kaugummiparagraphen 129a, das Vorgehen der Polizei im Bezug auf den Naziladen in der KTV sowie die geplante Vorratsdatenspeicherung ab 1. Januar 2008. Diese neue Welle staatlicher Repression kann jedoch nur dort Fuß fassen und greifen, wo sie nicht auf Widerstand und Gegenaktivitäten stößt; wo sich Mensch nicht mit den Opfern und Betroffenen solidarisiert. Genau dort, wo sich niemand den staatlichen Einschnitten im alltäglichen Leben widersetzt, fasst er Fuß: Der Kontroll- und Sicherheitswahn eines Polizei- und Überwachungsstaates.
Deshalb findet in den ersten 2 Novemberwochen ein umfassendes Programm im Rahmen einer Antirepressionskampagne statt. Neben Infoveranstaltungen u.a. über Repression vor, während und nach dem G8 Gipfel, wird auch über die europäische Sicherheitsarchitektur der Polizei sowie über die Vorratsdatenspeicherung referiert. Zwischendurch lockert ein Filmabend das vielfältige Programm auf. Den Abschluss wird dann eine Demonstration am 17.11. bilden. Abends nach der Demo findet dann noch eine Soliparty statt. Die genauen Veranstaltungstermine und die Route der Demonstration werden dann in Kürze bekannt gegeben.

Gegen die Kriminalisierung linker Strukturen und antifaschistischen Engagements!

Gegen Polizeistaat und Justizwillkür!

Solidarität mit den Opfern des staatlichen Kontroll- und Sicherheitswahns!

Für freie, undogmatische Räume! Im Internet, im Kiez und überall!

die neuesten Infos gibts hier…

UNGDOMSHUSET BLIR!!!

„No justice, no peace!“

Berichte zur Demo für das Ungdomshuset findest du unter
indymedia und links-lang.

In den Morgenstunden des 1. März stürmte die dänische Polizei das seit 25 Jahren besetzte Ungdomshuset im Jagtvej 69 in Kopenhagen. Dieses wurde nun durch die Stadt Kopenhagen an eine christliche Sekte verkauft. Die Sekte bestand darauf, dass das Haus geräumt wird. Dabei gab es zahlreiche Verletzte zum Teil auch schwer. Reaktionen folgten unmittelbar nach der Erstürmung des Hauses, es gab viele Demonstrationen und heftige Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften.
Erst zwei Tage später schien die dänische Polizei das Problem, was ihnen die lokalen Politiker eingebrockt hatten, in den Griff zu bekommen. Durch willkürliche Hausdurchsuchungen im Großraum Kopenhagen, wurden zahlreiche Aktivisten aus ganz Europa verhaftet, bevor sie sich an Soliaktionen für das Ungdomshuset beteiligen konnten.
Wir sehen es nicht ein das linke Alternativen/Subkulturen durch staatliche oder andere repressive/antiemanzipatorische Kräfte verdrängt und/oder zerstört werden. Zum anderen solidarisieren wir uns mit allen Gefangenen, die im Kampf um das Ungdomshuset in die Fänge der dänischen Justiz geraten sind.
Wir rufen euch deshalb auf, euch am Samstag den 10. März an der Soli-Demo für das Ungdomshuset zu beteiligen und euch in den international stattfindenden Protest einzureihen.

Demo 10.März Rostock
13 Uhr Doberaner Platz

Ungdomshuset blir!
Kopenhagen ist überall.

Unsere Selbstdarstellung ist online

Wir haben jetzt auch eine Selbstdarstellung. Unser Konzeptpapier wird im laufe der Zeit immer mal wieder ergänz. Ihr findet es unter ÜBER UNS.

Ein neuer Stern am Himmel.

Das ist der Anfang unseres Blogs. Wir werden hier in Zukunft unsere Beiträge usw. veröffentlichen. Aber nicht nur das.