Zu den Einflüssen von esoterischen Strömungen auf die rechte Ideologie
Mo 27.04.09 * 19 Uhr * Café Median

Böse Geister, Hexen, Schamanen, Weltverschwörungen, Vampirjäger und Naturheiler: Nur allzu märchenhaft klingen Themen und Inhalte esoterischer Schriften. Das es sich jedoch beim Inhalt und der Thematik solcher Schriften oftmals weder um kindlichen Aberglauben, noch um harmlose Spukgeschichten handelt, verdeutlicht eine Vielzahl von Beispielen, in welchen antisemitische, sexistische, rassistische und geschichtsrevisionistische Bücher und Pamphlete verboten wurden. So bedienen sich beispielsweise Autoren wie Trutz Hardo, Stefan Erdmann, Jan Udo Holey aber auch Hoginberd Hüssner in ihren Büchern klassischer antisemitischer, sexistischer und weltverschwörerischer Argumente und Sichtweisen um auf zynische Art und Weise Themen wie die Schoa, Vergewaltigungen und den 11. September scheinbar eindeutig zu erklären. Die Autoren solcher Schriften können dabei auf eine lange Tradition in Deutschland sowie auf reißenden Absatz zur Zeit des Nationalsozialismus zurückblicken. Das Spiel mit den ureigenen Ängsten und Wünschen des Menschen, in Kombination mit menschenverachtendem Gedankengut ergibt dabei eine nicht zu unterschätzende und brisante Mischung.
„Die vorhandenen Schnittmengen zwischen Esoterik und Rechtsextremismus finden in der breiten Öffentlichkeit kaum Beachtung. Versatzstücke nationalsozialistischer und antisemitischer Ideologie finden jedoch über den esoterischen Absatzmarkt weite Verbreitung“ (Lukas Strübl, Pressemitteilung der Gruppe A3: Rechte Propaganda auf Rostocker Esoterik-Messe)
So findet am 27.04.2009 zur besten Voküzeit im Café Median eine Infoveranstaltung zu diesem Thema statt, in welcher nicht nur die Einflüsse esoterischer Strömungen kritisch beleuchtet werden, sondern auch das Mäandrieren am rechten Rand dargestellt wird.
Am Mittwoch, den 22.4. wirds im Median eine Info- und Mobi-Veranstaltung zum Naziaufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg geben. Beginn ist 19 Uhr, außerdem gibt es im Anschluss noch ein Update bezüglich der beiden Rostocker die im Rahmen der Anti-Nato-Proteste in Strasbourg/Frankreich festgenommen wurden und noch immer in Frankreich im Knast sitzen.
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‚Reclaim the streets‘ -Party in der KTV

jo, das war doch mal schön! 
Am Abend des Karfreitags fand in der Niklotstraße (KTV) ein nicht angemeldetes Konzert statt. 250 – 300 Menschen feierten ausgelassen und mit einigem Pyrozeugs zu HC und Ska-Punk. Das Konzert, dass nur über Mund-zu-Mund-Propaganda beworben wurde, wurde zwar von den Cops beäugt, sie hielten sich bis zum Ende aber im Hintergrund.
Umso schöner, denn so konnten die BesucherInnen ungestört einem unkommerziellen Konzert lauschen, was es so in der immer „schicker“ und teurer werdenden KTV länger nicht mehr gegeben hat.
Im weiteren Verlauf des Abends soll es laut indy zu kleineren Feuern auf den Straßen des Viertels, einem Angriff auf den Naziladen ‚Dickkoepp‘ und Zusammenstößen mit Cops gekommen sein.
Laut Polizeibericht sind leider auch 11 Menschen vorläufig festgenommen worden, gegen sie wird wegen dem Verdachts auf Landfriedensbruch ermittelt. Mittlerweile sind alle wieder auf freiem Fuß.
Dennoch bleibt zu sagen das es ein sehr schönes Konzert mit geiler Stimmung war und Wiederholungen auf jeden Fall gern gesehen sind
Wir konnten zeigen, dass, wenigstens für einen Abend, die Straßen uns gehören und wir uns von niemandem vorschreiben lassen wann wir wo ein Konzert veranstalten oder anderweitig feiern.

Aufgestanden, hingefahren…
Nächsten Samstag, den 21.02., findet in Berlin eine Soliparty für links-lang.de, dem Antifa-Infoportal für MV, statt. Gerade in einem Flächenland wie MV sind alternative Menschen, Linke, Antifas … auf das Internet und solche Portale angewiesen um sich schnell mit aktuellen Infos versorgen zu können und sich zu vernetzen. links-lang.de muss nun aber leider aufgrund eines Rechtsstreits ein Bußgeld zahlen und die Existenz ist bedroht. Deshalb die Party. Auf die Ohren gibs HC-Punk von Total Panic Reaction ( hro), weiteren Bands und Djanes

LiLa-Soli
Das WE drauf, ebenfalls Samstag, feiert die Antifa Bernau ihren 3. Geburtstag. li*mo gratuliert ganz herzlich
.Wird bestimmt ne schöne Party. Für die musikalische Vielfalt ist ebenfalls gesorgt, es spielen auf…

Antifa Bernau
So, wir sehen uns
Dresden ist vorbei, thematisch ist sowohl zu den Hintergründen als auch zu den (wenig erfolgreichen) Gegenprotesten gegen den Naziaufmarsch viel geschrieben worden.
Dresden-Überblick
Trotz der 6 – 7000 Nazis gabs das eine oder andere erfreuliche Ereignis
:

Demo gegen den Greifswalder Thor Steinar Shop „Fashion Store“ am 7. Februar
Info- und Mobiveranstaltung in Rostock am 30.01. im Café Median

Nachdem letztes Jahr der Thor Steinar Laden in der Greifswalder Innenstadt schließen musste, versucht es dessen ehemalige Betreiberin nun erneut. Der neue „Fashion Store“ befindet sich in einem Gewerbegebiet und in direkter Nähe zu den Greifswälder Plattenbauvierteln. Auch hier wird wieder TS verkauft.
Jede_r die_der Thor Steinar Scheisse trägt, unterstützt finanziell die Naziszene. Außerdem wird sich mit den Motiven positiv auf die rassistische und menschenverachtende Kolonialpolitik Deutschlands, die NS-Herrschaft oder den 2. Weltkrieg bezogen.
Thor Steinar ist eben keine „unpolitische Modemarke“ (oder gar „norwegische Sportmarke“ – alles schon gehört) sondern wird aus dem Naziumfeld produziert und vertrieben.
Also, alle rauf auf die Strasse und Thor Steinar eine anschlagen! Nazikleidung is nich schick …
Mehr Infos zu Thor Steinar und den personellen Hintergründen gibts hier: stopTS und background
Die bisher wohl beste und umfangreichste Analyse der TS-Motive bietet die Broschüre „Investigate Thor Steinar“ (.pdf-download)
Ausführlicherer Demoaufruf der Antifa HGW
Infoveranstaltung für die Demo am 30.01. 19 Uhr im Café Median
Demo „Keine Geschäfte mit Neonazis! Tu Wat gegen Thor Steinar und rechten Lifestyle“ in Greifswald am 7.02. 14 Uhr Südbahnhof
Nur ganz kurz Reaktionen auf das Verbot durch den Bürgermeister.
Konzert war übrigens sehr schön
indy
links-lang
OZ
OZ 2

Wie ihr hoffentlich alle wisst, wollen am 13./14. Februar wieder unzählige Neo-Nazis durch Dresden laufen. Sie wollen dort den Opfern des „alliierten Bombenholocaust“ gedenken. Das die Bombardierung ohne Deutschlands Angriffskrieg nicht stattgefunden hätte, wird dabei natürlich hübsch ausgeklammert….
Der Aufmarsch in Dresden ist mittlerweile der größte Nazi-Aufmarsch Europas und der einzige zu dem sie noch eine europaweite Mobilisierung hinbekommen. Das hat die Stadt und bürgerliche Initiativen bisher allerdings nicht daran gehindert zusammen mit Nazis zu gedenken, zeitweise legten die demokratischen Fraktionen des sächsischen Landtags in trauter Eintracht zusammen mit der NPD-Fraktion ihre Kränze in Dresden nieder.
In diesem Jahr haben sich zwei Vorbereitungskreise gegründet, die die Gegenproteste organisieren. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Anzahl von GegendemonstrantInnen dieses Jahr deutlich höher ausfallen wird als in den Jahren zuvor.
Am Freitag, den 16. Januar gibts im Café Median eine Infoveranstaltung dazu.
Besonders der Aufruf auf der Venceremos-Seite sei euch wärmstens ans Herz gelegt, lasst euch von der Länge des Textes nicht abschrecken. Muddu hier gucken --> aufruf
Links:
Vorbereitungskreis 1:venceremos
Vorbereitungskreis 2:no pasarán!
Stadt verbietet linkes Konzert in brauner Provinz

Es sollte mal ein anderer Tag werden in Loitz, Landkreis Demmin. Zusammen mit Vorträgen über Rechtsextremismus und Filmvorführungen über die Naziszene im Osten MV’s sollte abends ein antifaschistisches Konzert mit Feine Sahne Fischfilet und weiteren Acts stattfinden. Nun hat der Bürgermeister aufgrund einer negativen Gefahrenprognose seitens der Cops Schiss bekommen und das Konzert verboten!
Grund dafür sind offenbar Plakat- und Klebeaktionen lokaler Nazis, die dazu aufrufen die Veranstaltungen zu stören oder anzugreifen. Besonders „hervorgetan“ hat sich hier die KS Loitz, die auf Buttons u.a. meint „Loitz bleibt deutsch“. In ihrem Namen sind Aufkleber aufgetaucht, die das Konzert als „linkes Haßkonzert“ bezeichnen und ein Ende solcher Veranstaltungen fordern.
Hier zeigt sich, wie weit die in Sonntagsreden immer wieder beschworene Verantwortung der Zivilgesellschaft in der Realität dann doch reicht. Ein paar Nazis kleben irgendwelchen Scheiss und in der Folge werden dann missliebige Konzerte verboten! Dabei ist es wichtig, gerade in solchen Regionen, die unbestreitbar ein massives Naziproblem haben, aufzuklären und eine linke Gegenkultur zu etablieren! Es hat den Anschein, dass die Exekutive in Form von Bürgermeister Johannes Winter (CDU) in Loitz kapituliert hat. Der Verbotsgeschmack wird durch den Umstand nur noch ein wenig schaler, das in den Jahren 2005 – 2007 jährlich Benefizkonzerte von und mit Feine Sahne stattfanden. Diese wurden nicht verboten und es kamen jedes Mal 250 – 300 BesucherInnen.
Wenn im Jahre 2009 die Gefährlichkeit der Nazis so hoch eingeschätzt wird, dass das Konzert verboten wird, dann ist es nur noch wichtiger dieses trotzdem zu veranstalten!
Was die Stadt hier abgeliefert hat ist ein Armutszeugnis und ein Schlag ins Gesicht all derer die im Landkreis Demmin und im gesamten Osten MV’s gegen Nazis aktiv sind oder Opfer ihrer Übergriffe wurden.
Aber vielleicht ist dieser Vorfall auch nur exemplarisch für die Situation in den „abgehängten“ Regionen MV’s.
Weitere sehr schöne Artikel findet ihr hier, hier und hier.
Das Konzert findet übrigens trotzdem statt, und zwar in Greifswald im IKUWO (beim Bahnhof in der Nähe)
FeSaFifi